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Die Kampagne ist erfolgreich beendet


Wir danken allen Spender:innen für die Zurverfügungstellung von insgesamt 19.550 Euro für die Förderung der Studie!


 

Wirksamkeit von analytischer Psychotherapie (AP) in der Behandlung von Patient:innen mit einer Depression und komorbiden Persönlichkeitsstörungen – eine multizentrische randomisiert-kontrollierte Studie (AP-DPS-Studie)

Depressionen und Persönlichkeitsstörungen – eine komplexe Komorbidität

Depressive Störungen zählen zu den prävalentesten psychischen Erkrankungen. Häufig gehen sie mit schweren Beeinträchtigungen in fast allen Lebensbereichen und enormem seelischem Leid einher. Eine zusätzliche, nicht zu unterschätzende Komplikation stellt dabei das gleichzeitige Auftreten schwerer Persönlichkeitsstörungen dar, was behandelnde Psychoanalytiker:innen und Psychotherapeut:innen oftmals vor eine große Herausforderung stellt. Nicht zureichend oder gar unbehandelt sind die Betroffenen jedoch dem Risiko gravierender und in sehr schweren Fällen sogar tödlich endender Krankheitsverläufe ausgesetzt. 

Therapeutischer Ansatz – die AP

Der Einsatz psychoanalytisch begründeter Therapieverfahren wie der Analytischen Psychotherapie erscheint bei diesen Patient:innen als sinnvoll – nicht zuletzt aufgrund des ihnen inhärenten Vermögens, verschiedene Schichten des Intrapsychischen und Interpersonellen jenseits der manifesten Symptomatik simultan zu betrachten. Der/die Patient:in erhält das Angebot eines umfassenden psychischen Wachstums, was sich insgesamt positiv auf seine/ihre psychische Gesundheit auswirken kann. 

Notwendigkeit der Studien zur PDT bei Depressionen und Persönlichkeitsstörungen 

Trotz bereits vielfältig vorhandener wissenschaftlicher Wirksamkeitsnachweise für psychodynamische Therapieverfahren bei verschiedenen psychischen Erkrankungen stehen Studien, die die Wirksamkeit der Verhaltenstherapie demonstrieren, in der Psychotherapieforschung im Vordergrund – was auch einen Niederschlag in den die Gesundheitspolitik stark beeinflussenden Leitlinien findet. Aus der dringenden Notwendigkeit, Wirksamkeitsnachweise für die psychodynamische Psychotherapie in Bezug auf häufig auftretende und schwere Krankheitsbilder zu erbringen, ergibt sich das hier beschriebene Vorhaben einer multizentrischen randomisiert-kontrollierten Studie. 

Unser Vorhaben

An den Standorten Hamburg, Berlin und Innsbruck – unter der Leitung von Prof. Dr. Silke Wiegand-Grefe, Prof. Dr. Susanne Hörz-Sagstetter und Prof. Dr. Anna Buchheim – sollen Patient:innen mit einer unipolaren Depression und komorbiden Persönlichkeitsstörungen mittels Analytischer Psychotherapie oder im Sinne eines Treatment as usual (TAU; hier definiert als regelmäßige Kontakte mit Fachärzt:innen für Psychiatrie) behandelt werden. Das primäre Zielkriterium stellt die psychische Gesundheit dar. Daneben werden mittels Fragebögen und Interviews, sowie neuroendokriner und immunologischer Stressmarker, die regelmäßig im Laufe der Therapie eingesetzt und gemessen werden, symptomatische, strukturelle und biologische Veränderungen und deren Stabilität in Zusammenhang mit psychodynamisch relevanten Dimensionen betrachtet. Die Untersuchung wird der klinischen Realität gerecht, weil das komplex erkrankte Klientel, der Einschluss komorbider Persönlichkeitsstörungen sowie die Durchführung von Langzeit-, und Kurzzeitbehandlungen in einem analytischen Setting unter gleichzeitiger Umsetzung eines wissenschaftlich anerkannten Studiendesigns diese Studie zu einem innovativen Vorhaben machen.

Sollte wider Erwarten das Projekt nicht zu Stande kommen, weil z.B. das insgesamt benötigte Finanzvolumen im Zusammenspiel mit anderen Finanzquellen nicht aufgebracht werden kann, dann erkläre ich mich damit einverstanden, dass meine projektbezogene Spende im VFPT verbleiben und für den allgemeinen Vereinszweck, der Förderung der Psychoanalyse und der Tiefenpsychologie, verwendet werden kann.